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Wirtschaftliche Macht und Demokratie. Die Mär von der Ohnmacht der Politik gegenüber dem globalisierten KapitalIch würde gerne mit einem Gedankenspiel beginnen: Stellen Sie sich vor,
ein Weltkonzern deutscher Herrkunft trifft mit dem
Bundesfinanzministerium eine geheime Vereinbarung.
Danach soll die Bundeskasse die Schulden eines mittelständischen
Unternehmens in höhe von fast 10 Milliarden Euro übernehmen, damit
dieses wiederum seine Schulden bei dem Großkonzern bedienen kann. Die
Überschuldung dieses mittelständischen Unternehmens war aber nur
entstanden, weil eben dieser Konzern dem Unternehmen zuvor Produkte
verkauft hatte, die absichtlich fehlerhaft konstruiert und mit
gefälschten Gütesiegeln ausgestattet war. Aber das interessiert den
Finanzminster nicht, er zahlt die 10 Milliarden aus dem ihm anvertrauten
Steuergeld ohne zu zögern. |
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Steuerentlastung. Der letzte Strohhalm für die FDP? Die FDP hat ihre Führungsspitze umgebaut – Guido Westerwelle musste weg.
Aber damit sind die Probleme der Liberalen nicht aus der Welt. Sie
misstrauen einander, und der Ärger über die Union ist groß. Jetzt kommt
das Thema Steuerentlastung wieder auf den Tisch. Wer dieser Partei die
Stange hält, braucht gute Nerven.
Von Zeit zu Zeit seh’ ich den Alten gern und hüte mich, mit ihm zu
brechen: So ungefähr lässt sich das Verhältnis Christian Lindners zu
Hans-Dietrich Genscher beschreiben. Der jugendliche FDP-Generalsekretär
weiß den Rat des ehemaligen Außenministers zu schätzen; man telefoniert
miteinander oder trifft sich im Berliner Hotel „Adlon“ zum Tatar. Auch
in der heiklen Frage des Atomausstiegs wurde Genscher von Lindner
konsultiert. |
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Afrika hungert und wir verkaufen Kriegsschiffe dorthin? Falsche Empörung über Merkels RüstungsgeschäftDie Opposition empört sich über die Rüstungslieferungen nach Angola und
zeichnet ein Afrikabild ohne jede Differenzierung: Merkel würde den
deutschen Wohlstand auf Kosten verhungernder Somalier hüten. Dabei käme
niemand auf die Idee, sich über Rüstungslieferungen nach Indien zu
empören, weil in Nordkorea Menschen hungern.
Es sagt sich leicht dieser Tage: Gebt Essen, nicht Waffen! Afrika
hungert und wir verkaufen Kriegsschiffe dorthin? „Das ist an Zynismus
kaum noch zu übertreffen“, sagt auch Wolfgang Niedecken von BAP. Der
Sänger ist Botschafter der „Hilfsaktion für Afrika“, wodurch er zu Recht
viele zusätzliche Fans hat. Die empören sich nun mit ihm über die
Bundesregierung. Schamlos finden sie das Bild, das die Handelsreisende
Angela Merkel in Afrika abgab: Aus Somalia fliehen die Menschen vor
Dürre und Tod, und Angola wird gleichzeitig von Deutschland
hochgerüstet. |
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Kampagne und Gegenkampagne. Holt die ARD zu einem Gegenschlag auf Springer aus?
Interne Papiere belegen,
dass die ARD sich auf einen Angriff von Springer vorbereitet. Eine
eigene Redaktion soll bereits eine Reihe von Themen planen. Ein ARD-Sprecher wiegelt das als "Spekulation" und "Unterstellung" ab.
In der vorigen Woche berichtete die Berliner Zeitung, dass die ARD auf
Beschluss ihrer Intendanten eine virtuelle Medienredaktion gegründet
hat, um sich gegen eine erwartete Serie der Bild-Zeitung zu wehren.
Geleitet wird sie von Willi Schlichting (WDR-Hörfunk) und Martin Hövel
(WDR-Fernsehen). Sie koordinieren die geplanten, teils fertigen Beiträge
aus den diversen Landesrundfunkanstalten. Eine Anfrage dieser Zeitung
bei ARD-Sprecher Stefan Wirtz blieb in der vergangenen Woche unbeantwortet. Am Montag äußerte er sich dann doch.
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Bundeswehr droht strukturgefährdendes Nachwuchsproblem. Je besser die Wirtschaftslage, umso miserabler die Bewerber
Nach
Ansicht des Militärhistorikers Martin Kutz steht die Bundeswehr als
Frewilligenarmee vor neuen Herausforderungen - auch bei der
Personalauswahl. "Die Qualifikation der Bewerber hängt sehr, sehr stark
auch von der Wirtschaftslage ab", sagte Kutz angesichts des Gelöbnisses
zum 20. Juli.
Joachim Scholl: Immer am 20. Juli,
am Gedenktag des Attentats auf Adolf Hitler, werden die Rekruten der
Bundeswehr vereidigt. Heute werden dieses Gelöbnis zum ersten Mal nur
Freiwillige ablegen: Seit Anfang dieses Monats ist die Wehrpflicht
offiziell ausgesetzt - ein historisch bedeutsamer Einschnitt in der
Geschichte der Bundesrepublik. Wir sind jetzt mit Martin Kutz verbunden,
er ist Militärhistoriker und war bis 2004 wissenschaftlicher Direktor
für Soziologie, Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der
Führungsakademie der Bundeswehr. Guten Morgen, Herr Kutz!
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Polit-Talkshow-Boom. Sendungen sind billig, journalistisch anspruchslos und haben nur ein Ziel: "Bitte ins Fettnäpfchen treten"
Der deutsche Fernsehkonsument genieße noch diesen Sommer. Denn ab Herbst
startet die ARD mit einer Talkshow-Offensive fast biblischen Ausmaßes:
Jauch, Beckmann, Plasberg, Will, Maischberger – im Vorabendprogramm ab
2012 Gottschalk. Keine Ahnung, ob die Phoenix-Runde – das kleine
Refugium für die gepflegte Disputation am Abend – noch bleibt. Das ZDF
wird früher oder später nachziehen müssen. Frau Illner an einem Tag
reicht wohl für das Gleichgewicht des wöchentlichen Schreckens nicht
aus. Man fragt sich, wie die potentiellen Gesprächs-Kombattanten dies
durchstehen. Vereinzelt gab es schon jetzt große Belastungen. Ein Herr
Chatzimarkakis wurde für gleich zwei Katastrophen zum Experten ernannt:
Griechenland und FDP.
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Über was Medien kaum berichten. Studie benennt brisante Themen, die Medien kaum beachten
Wenig
Kontrolle bei Finanzhilfen, schadstoff-belastete Schulen in NRW,
Militärforschung an Unis: Eine neue Studie benennt brisante Themen, die
Medien kaum beachten.
Die
mangelnde parlamentarische Kontrolle von Bankenrettungsmechanismen steht
in diesem Jahr an erster Stelle der Themenliste, die die Initiative
Nachrichtenaufklärung (INA) präsentierte. Nur wenige Experten würden
darüber entscheiden, wer wie viel aus den Fonds zur Rettung der Banken
bekommt. Eine Kontrolle durch den Bundestag gebe es nicht.
Journalistische Berichterstattung, die dem wenig demokratischen
Verfahren etwas entgegensetzen könnte, ebenfalls nicht. "Deutschland ist
damit auf dem Weg zur Expertokratie - weitgehend unbeachtet von den
deutschen Medien", schreibt die Jury auf der Internetseite der
Initiative.
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Netzkrieg zwischen Provokation und Profit. Wer steckt hinter den Hacker-Angriffen? Eine Hacker-Typologie
Geschmackloser Scherz am Montagabend: "Leiche des Medienmoguls entdeckt",
brüllte es von der Internetseite der britischen Boulevardzeitung "The
Sun". Daneben ein Foto von Rupert Murdoch, Chef des mittlerweile
eingestellten Skandal-Blatts "News of the World". Er ist nicht der erste
Mann öffentlichen Interesses, der von Hackern aus Spaß für tot erklärt
wurde. Erst vor zwei Wochen sorgte die Falschmeldung vom Tod Barack Obamas
für Schlagzeilen: Hacker hatten den offiziellen Twitter-Account des
amerikanischen Nachrichtensenders Fox News gekapert und die Meldung an
die 33.000 Follower verbreitet.
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Gegenwartsunfähig, rechtsstaatsfeindlich: Ist der Feminismus am Ende? Ein Kommentar
Es soll mehr als eine Somalierin geben die, beschnitten &
zwangsverheiratet, 5 Kinder in einer Hütte grosszieht, mit nichts als
einem handtuchgrossen Acker und einem Dutzend magerer Ziegen. Und an
vielen anderen Orten dieser Welt ist es auch nicht schön.
Wenn also
nun eine der privilegiertesten Frauen des Planeten - deutsch,
Akademikerin, krankenversichert(!), rentenversichert usw - anhebt, den
Rechtsstaat als ein Konstrukt "privilegierter weisser Männer" zu
denunzieren, dann wirft das ein entscheidendes Licht auf die
Gender-Debatte des 21. Jahrhundert, einer Debatte, in der die
Feministinnen ihre Deutungshoheit verlieren.
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Einkommen von Geringverdienern sinken weiter. Schuld sind der Zwang, jeden Job anzunehmen, und eine ungesunde Symbiose von DGB und SPD
„Gehälter sinken im Aufschwung“, so überschreibt die Berliner Zeitung einen
Bericht über bisher unveröffentlichte Daten des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung (DiW) zur Lohnentwicklung seit der
Jahrtausendwende. Besonders betroffen sind die unteren
Einkommensgruppen. Sie haben heute 16 bis 22 Prozent weniger in der
Tasche als noch vor zehn Jahren. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen
von 1000 Euro ist dies ein Verlust von rund 200 Euro. Die Realeinkommen
der Besserverdienenden sind hingegen leicht gestiegen,
Vermögenseinkommen sogar kräftig.
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Währungs- und Wirtschaftskriege. Brauchen wir einen Internationalen Gerichtshof für Globale Finanzverbrechen?
Die Finanzkrise hat uns in vollem Maße getroffen, durch sie
droht die Wirtschaft zusammenzubrechen. Die Krise destabilisiert
inzwischen die finanzielle Zukunft ganzer Nationen. Festzustellen ist:
Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg.
LEAP 1
hat die Angriffe der Wall Street und City of London gegen den Euro
genau beschrieben. Die Staaten der Eurozone haben vor allem deshalb
Probleme, weil sie angegriffen werden. Die Finanzkrise trifft sie
einerseits direkt, weil das notwendige Steuereinkommen ausbleibt. Und
andererseits indirekt, weil die Staaten Maßnahmen ergreifen müssen, um
ihre Banken und die Wirtschaft zu retten. Das Euroland verteidigt den
Euro mit Hilfe Chinas und weiterer Staaten, die den Euro brauchen und
die den Dollar ersetzen möchten. Das Euroland kämpft also um seine
Zukunft. Aber zu welchem Preis?
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Arbeitgeberverband lehnt Steuersenkungen ab. Selbst die FDP-Klientel warnt vor Haushaltsrisiken angesichts der Schuldenkrise
Der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Norbert Barthle,
sieht nur wenig Spielraum für Steuersenkungen. Es wäre schon viel
erreicht, wenn es gelinge, den stark progressiv steigenden Steuertarif
etwas zu bereinigen, sagte der CDU-Politiker der „Passauer Neuen
Presse“. Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin
Kannegiesser, sprach sich gegen die Senkung von Steuern oder
Sozialabgaben aus.
Barthle sagte, mögliche Steuererleichterungen könnten keinen großen
Umfang haben. „Ich könnte mir vorstellen, dass man den Spitzensteuersatz
erst bei einem höheren Einkommen greifen lässt“, sagte Barthle. „Man
könnte den Spitzensteuersatz von 42 Prozent erhöhen.“
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Die deutsche Wirtschaft jagt ein Phantom. Die Mär vom Fachkräftemangel
Weil die deutsche Wirtschaft hierzulande zu wenig
gut ausgebildete Mitarbeiter findet, gehen Arbeitgeber gezielt auf Jagd
nach qualifizierten Kräften aus Griechenland, Portugal oder Spanien. Das
klingt einleuchtend, denn schließlich herrscht ja Fachkräftemangel –
oder etwa nicht?
Der Fachkräftemangel scheint allgegenwärtig. Ob Ingenieure, IT-Fackräfte
oder Pflegepersonal, die deutsche Wirtschaft sucht nach eigenem
Bekunden händeringend und erfolglos nach qualifizierten Mitarbeitern,
und das nicht erst seit der kräftigen Konjunkturerholung nach der Finanzkrise.
Schon vor drei Jahren mahnte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt: "Die
Auswirkungen des Fachkräftemangels in den Unternehmen werden immer
deutlicher sichtbar und führen zu erheblichen Verlusten in der
Wirtschaft."
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Quantität vor Qualität. Beschäftigungs-„Boom“ vor allem bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen und bei der LeiharbeitIn der deutschen Arbeitsmarktpolitik zählt ausschließlich quantitatives
„Job-Wachstum“, qualitatives Beschäftigungswachstum spielt keine Rolle.
Es gilt das Leitbild der Hartz-Reformen: Jede Arbeit ist zumutbar, egal
zu welchem Preis. Der „Boom“ auf dem Arbeitsmarkt ist zu drei Vierteln
als atypische Beschäftigung angekommen. Dieser Zuwachs an atypischer
Beschäftigung ist wiederum zu mehr als der Hälfte (57 %) auf die Zunahme
der Leiharbeit zurückzuführen. Die Zahl der Männer in
Normalbeschäftigung ging sogar um 44.000 zurück. Das belegen neue Zahlen
des Statistischen Bundesamtes. Von Wolfgang Lieb
An jedem Monatsende, wenn die Bundesagentur für Arbeit ihre geschönten
Statistiken über den Arbeitsmarkt veröffentlicht, folgte in letzter Zeit
prompt ein Chor der Selbstbelobigung der Bundesregierung.
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Wie sich die Euro-Zone durch die Krise gipfelt. Krisentreffen der Euro-Staaten haben die Situation bislang nur verschlechtertWenn es kritisch wird, berufen die Euro-Staaten gern
einen Gipfel ein. Etliche Male haben sie sich getroffen, um die
Schuldenkrise einzudämmen und die Märkte zu beruhigen - bisher
erfolglos. FTD.de blickt zurück auf anderthalb Jahre Krisendiplomatie.
Der nächste Gipfel steht schon an - und zwar am Donnerstag. Schauplatz
des Treffens zur Euro-Krise ist wieder Brüssel. Ratspräsident Herman Van
Rompuy trommelt die Staats- und Regierungschef zusammen, um ein Signal
an die nervösen Finanzmärkte zu senden. Es ist der erneute Versuch, das
Vertrauen zurückzugewinnen. |
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Doppelmoral der Grünen beim Stimmenfang. Unter Rot-Grün wurden Waffenhersteller reicher, heute verklagt sie Volker BeckUnter der rot-grünen Bundesregierung ist Deutschland zum
viertgrößten Rüstungsexporteur verkommen, Waffen gingen nach
Saudi-Arabien. Eine Replik auf Volker Beck
„Erfolgsrezept der Grünen: Vergessen machen“. Unter dieser Überschrift habe ich einen Artikel
über die Grünen verfasst, das war vor über einem Jahr. Jetzt schreibt
Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen im Bundestag,
über Rüstungsexporte und greift die schwarz-gelbe Bundesregierung an.
Das bewegt mich dazu, meine Überschrift – um es „grün“ auszudrücken – zu
recyceln. |
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Kein Abi für den Pöbel. Grüne Bildungsministerin zieht in NRW eine CDU-Schulreform durch
Dafür
wird Nordrhein-Westfalen also Rot-Grün regiert: damit eine grüne
Bildungsministerin eine CDU-Schulreform durchzieht und diese auch noch
in der Landesverfassung verankert wird.
Der "Schulkonsens" von SPD, Grünen und CDU
zementiert die ungerechte, demütigende und einer Demokratie unwürdige
Zweiklassenbeschulung im größten Bundesland für lange, lange Zeit. SPD
und Grüne haben, sobald an der Regierung, sichtlich nichts mehr gegen
die Privilegierung von Gymnasiasten einzuwenden. Verfassungsändernde
Zweidrittelmehrheiten ohne CDU, SPD und Grüne aber sind nicht in Sicht.
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Mehr Netto vom Brutto? Nettolöhne sind in den letzten 10 Jahren gesunkenWährend Gewinne und Vermögenseinkommen sprudeln, haben die unteren Einkommensschichten immer weniger Geld in der Tasche.
Viele Erfolge hat die schwarz-gelbe Regierung nicht vorzuweisen. Das
weiterhin vorhandene Wirtschaftswachstum wird daher gerne als Ergebnis
der eigenen Politik in Anspruch genommen, um gleich wieder eine nicht
durch eine Reichensteuer gegenfinanzierte Steuerentlastung zu fordern,
von der offensichtlich weniger die mittleren Einkommen, sondern auch
wieder die höheren am stärksten profitieren würden. |
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Sozialhilfe unter Kontrolle. Slowakei plant Geldkarten mit Tageslimit. Kritik kommt von Menschenrechtsorganisationen.
Die
slowakische Regierung plant die Einführung von Geldkarten, auf die
sämtliche staatliche Transferleistungen gezahlt werden. Ein Tageslimit
soll verhindern, dass in manchen Familien schon am Anfang des Monats das
Budget aufgebraucht ist. Kritik kommt von Menschenrechtsorganisationen.
Für das Sozialministerium ist der Fall klar: Wenn in wenigen Wochen
die Pilotphase startet, werde damit endlich ein Problem gelöst, das
schon seit Jahren bestehe, sagt Sprecherin Slavomira Selesova:
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30 Millionen Europäer ohne eigenem Bankkonto. EU will Banken zwingen, Arbeitslosen und Schuldnern Konten zu ermöglichen30 Millionen Europäer haben kein eigenes Bankkonto. Das schätzt
jedenfalls EU-Kommissar Barnier. Er will das nun ändern und fordert die
Banken auf, auch Arbeitslose und verschuldete Bürger den Zugang zu
ermöglichen. Tun sie das nicht, sollen sie vom Gesetzgeber dazu
gezwungen werden.
Brüssel - Jeder EU-Bürger soll das Recht auf ein eigenes Bankkonto
bekommen. Das forderte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Montag.
Die Mitgliedsländer müssten dafür sorgen, dass alle Verbraucher ein
Basiskonto mit grundlegenden Zahlungsfunktionen einrichten könnten -
unabhängig von ihrer Finanzlage. |
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Wie schlecht steht es um die Demokratie? Über Bürgerbewegungen, alternativen Hedonismus und Nicht-NachhaltigkeitWer unbesorgt die Zukunft der Demokratie für gesichert hält, übersieht
ihren Verlust an Qualität und Charakter. Von ihrem Ende kann zwar noch
keine Rede sein, aber aus ökologischer und sozialer Perspektive ist ihr
Zustand äußerst bedenklich, während sich politische Beobachter, selbst
die neuen Bürgerbewegungen, mit der Illusion einer Demokratie
zufriedengeben.
Sich über den Zustand und die
weiteren Entwicklungsperspektiven unserer Demokratie ein klares Urteil
zu machen, ist derzeit nicht einfach. Auf der einen Seite hören wir,
seit Jahren schon, von Parteien- und Politikverdrossenheit, von
Reformstau und demokratischer Sklerose und von Politikern, die, statt
vertrauenswürdig die Interessen der Bürger zu repräsentieren, bloß noch
Exekutivorgan von Sachzwängen und Politiken sind, auf die sie kaum
Gestaltungseinfluss haben. |
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Von Krieg im Kaukasus bis zum Doping im Fußball. INA kürt Top 10 der vergessenen ThemenKachelmann sitzt in U-Haft, in Libyen herrscht Krieg und zu Guttenberg
scheidet aus dem Amt. Diese Schlagzeilen verkaufen sich gut. Sie
garantieren gute Abverkäufe und hohe Reichweiten. Aber welche Themen
fallen unter den Redaktionstisch? Nach Ansicht der Initiative
Nachrichtenaufklärung (INA) werden wichtige Themen von den Medien nicht
aufgegriffen. Eine Experten-Jury hat nun die Rangliste der wichtigsten
vernachlässigten Themen und Nachrichten im Jahr 2011 gewählt. |
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Klischee und Dogma. Sexueller Missbrauch in der Kirche. Wenn sich beide Seiten in ihrer Ideologie verrennenHier die Verschlossenen, dort die Verdrossenen: In der Debatte um den
sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche machen die Gegner der
Kirche denselben Fehler wie die von ihnen Kritisierten. Beide Seiten
verrennen sich in ihrer eigenen Ideologie.
Nichts schadet einer Debatte so sehr, wie die Verhärtung der Argumente
in Ideologien. Nichts bringt sie so schnell zum Erliegen, wie das
demagogische Klischee. So sieht man auch dem Schutzumschlag eine Bandes
zur Debatte um den sexuellen Missbrauch
und das Schweigen darum in der katholischen zwei kahle Männerköpfe, die
wie exemplarische Mafiaklischees wirken. Einer der beiden versteckt
seine Augen hinter dunklen Gläsern, einer blickt bedrohlich drein, doch
beide tragen Priesterkragen. Darüber prangt der Titel: "Hände weg! -
Sexuelle Gewalt in der Kirche". |
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GuttenPlag und Co. Denunziation als eine deutsche Lieblingsbeschäftigung? Über die Ähnlichkeit von Plagiats-Jäger und Fälscher
Die Jagd nach unausgewiesenen Zitaten in den Dissertationen Prominenter
hat längst die Grenze von der Aufklärung zur Denunziation überschritten.
Wer, außer Betriebswirtschaftlern und intellektuellen Masochisten,
liest freiwillig ein Buch mit dem Titel Prozessorganisation und Prozesskooperation in der öffentlichen Verwaltung?
So heißt die Doktorarbeit des niedersächsischen Kultusministers und
Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Bernd Althusmann (CDU), und
zumindest ein paar Menschen müssen sie gelesen haben, weil sie
andernfalls nicht als „Plagiat“ hätte entlarvt werden können.
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Rechts-Links-Wendungen: Zwei Altkanzler im Fernduell um ihr Erbe. Wer ist der bessere Guru, Schmidt oder Kohl?
Wäre es die Sache der Zeitgenossen, das Urteil der Geschichte zu fällen,
es fiele im Duell der beiden Altkanzler wohl ziemlich deutlich aus.
Helmut Schmidt, der sozialdemokratische Bundeskanzler von 1974 bis 1982,
ist schon zu Lebzeiten selig gesprochen worden, gilt als Eminenz für
politische und wirtschaftliche Fragen und hat es mit seinen vielen
Büchern zum Bestseller und beliebten Talkshowgast gebracht. Breit und
tief verneigt man sich vor dem mittlerweile 92jährigen Hanseaten, dessen
Geist weiterhin der eines jungen Mannes zu sein scheint. Seine munteren
Gespräche mit Giovanni di Lorenzo im "Zeit-Magazin" erfreuen jung und
alt. Im verklärenden Rückblick erscheint Schmidt als eine Art
Überkanzler, obwohl seine politische Bilanz durchwachsen war.
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"Es reicht nicht aus, eine Regierung zu stürzen." Über die Notwendigkeit gesellschaftlicher Veränderungen
Vergleichende
Völkermordforschung - der Historiker Christian Gerlach hat extrem
gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Es ist nicht nur
der Staat, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit möglich macht
[b]taz:
Herr Gerlach, Völkermorde wurden bisher vor allem als eine Folge
staatlichen Handelns betrachtet. Sie stellen dagegen soziale und
gesellschaftliche Aspekte in den Mittelpunkt. Welche Rolle spielen diese
Aspekte? [/b]
Christian Gerlach : Nach
meiner Ansicht gibt es einerseits eine wichtige Rolle des Staatsapparats
und seiner Beamten und Staatsdiener. Es existiert aber auch eine
wichtige und in der Forschung bisher unterschätzte Rolle verschiedener
Gruppen der Zivilbevölkerung aus verschiedenen Interessen heraus, die
durchaus von den staatlichen Interessen abweichen können und die ich als
konstitutiv für das Zustandekommen von Massengewalt betrachte.
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Macht und Massenmedien. Der britische Umsturz. Wie mächtig sind Massenmedien wirklich?
England wirkt in diesen Tagen wie befreit von einer Besatzungsmacht.
Es ist, als hätten in den letzten Jahren nicht Blair, Brown und Cameron
regiert, sondern Murdoch, Murdoch und Murdoch. Wie mächtig sind
Massenmedien wirklich?
Kein
revolutionärer Vergleich ist zu groß in diesen Tagen. Ein Kommentar im
„Guardian“ verglich den Mut britischer Politiker, sich plötzlich gegen
Rupert Murdoch zu Wort zu melden, mit den vorher unerhörten,
unvorstellbaren Buh-Rufen, die dem rumänischen Diktator Nicolae Ceauescu
aus einer Menschenmenge entgegenschallten und den Anfang seines Endes
bedeuteten. Eine Art „britischer Frühling“ sei unterwegs, kommentierte
David Carr, der Medienkolumnist der „New York Times“, „Demokratie ist
ausgebrochen in Großbritannien“.
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Freie Sicht und das neue Jahr
Freie Sicht wünscht allen Lesern ein schönes, neues Jahr, in dem sich viele Ideen, Wünsche und Hoffnungen erfüllen.
Auch Freie Sicht hat einige Ideen und Wünsche. So sollen drei große Rubriken ausgebaut, die Seite modernisiert und das Netzwerk erweitert werden. Der eigene Content so |
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Weg mit Windeln, Wickeltisch, Wutanfällen: Neue Streitschriften propagieren das Glück der Kinderlosen„Warum arbeiten Deutschlands Mütter nicht?“, fragte jüngst die New York
Times. Lediglich 20 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter
vereinbaren hierzulande Kinder und Job. Vollzeit berufstätig sind gar
nur sechs Prozent der Mütter. Gleichzeitig bekommen die Deutschen
neuesten Zahlen der OECD zufolge nur durchschnittlich 1,36 Kinder – eine
der niedrigsten Geburtenraten der Welt. Sind Deutschlands Frauen also
schlicht zu bequem? Wollen Sie weder Kind noch Karriere? Oder alles auf
einmal und d |
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"Chaos und Konzept. Proben und Probieren im Theater." Buch schaut hinter die Kulissen im TheaterbetriebTheaterleute verbringen heute mehr Zeit mit Proben als bei
Vorstellungen. Aber was genau passiert eigentlich auf der Probebühne?
Kommt ein Regisseur oder ein Schauspieler mit Druck eher zum Erfolg als
mit "Einfach machen lassen"? Das Buch "Chaos und Konzept" gibt Auskunft.
Es gehört zu den großen Geheimnissen der Psychologie, wie man einen
Menschen am besten dazu bekommt, zu seiner Höchstform aufzulaufen.
Arbeitspsychologen, Coaches, Motivationstrainer und Yogalehrer in immer
größerer Zahl besc |
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Von Abwrackprämie über Dosenpfand bis Zwischenparken. Duden kürt "Wörter des Jahrzehnts"
Jedes Jahr kürt die Gesellschaft für Deutsche Sprache ein Wort und
Un-Wort des Jahres. 2010 war das Wort des Jahres "Wutbürger", das
Un-Wort war "alternativlos". Einige neue Worte und Begriffe schaffen
jedes Jahr sogar ihren Einzug in den Duden. Anlässlich des 100.
Todestages von Konrad Duden hat der Verlag die Sonderausgabe “Unsere
Wörter des Jahrzehnts” herausgegeben - mit ausgewählten
Duden-Neuzugängen der vergangenen zehn Jahre. Vom Ampelmännchen bis zum
Bimbes.
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Bist du schwul oder Türke? Eine Reise zu den zentralen Orten des "postmigrantischen Theaters".
Reden wir doch erst einmal übers Aussehen. Denn darum geht’s doch, wenn
man über Migranten am Theater spricht, oder? Also: Helle Haut hat die
Frau auf der Bühne, ihre blonden Haare sind zum Pony verfranst. Typisch
deutsches Theater, denkt man. Wahrscheinlich kommt sie aus der
Mittelschicht. Und Bühnendeutsch? Ja, das kann sie auch. Die Blonde ist
die einzige Schauspielerin und erzählt eine fast vergessene deutsche
Auswanderergeschichte vom anderen Ende der Welt. Eine
Migrationsgeschichte mit |
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Rammstein in Bayreuth. Sebastian Baumgarten inszeniert den „Tannhäuser“ – und handelt sich schon im Vorfeld Ärger ein
Kurz bevor sich herausstellte, dass der Tod nun doch kein Irrtum
sei, und er wusste, dass es ans Sterben ging, notierte der an Krebs
erkrankte Schriftsteller und Regisseur Heiner Müller: „Wenn ich (die)
Kritiken lese, komme ich mir vor wie 1 Denkmal“. Und dass er sich fühle,
als ob ihn die Hunde anpissen. Dann regte sich im halb aus Neigung,
halb aus Selbstschutz berufszynisch gewordenen Müller doch noch einmal
der Widerstand: „… aber ich lebe noch (ich bin kein Denkmal) all diese
tapferen |
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"Am Anfang fehlte noch der Schnurrbart." Ein Gespräch mit Geraldine Chaplin anlässlich einer Retrospektive in Berlin
taz: Frau Chaplin, als Sie mit 8 Jahren bei "Limelight" mitspielten, war Ihnen damals klar, was Sie tun?
Geraldine Chaplin:
Ich kann mich nicht mal daran erinnern, dass da überhaupt Kameras
standen. Ich freute mich nur, weil wir nicht zur Schule mussten und
lustige Sachen anziehen durften … Ich hatte aber schon jede Menge Filme
gesehen, weil meine Mutter uns andauernd die Werke meines Vaters zeigte,
zuhause, in unserem Vorführraum. Das erste, was ich im Kino sah, war
"Quo Vadis". Da dachten w |
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Der Mäzen und sein Choreograf. Ein neues goldenes Zeitalter des russischen Balletts in St. Petersburg?
Der Spanier Nacho Duato soll für Aufbruch sorgen im russischen
Ballett. Und das in St. Petersburg, auf der Bühne des traditionsreichen
Mikhailovsky-Theaters, das lange Zeit als vergessen galt, jetzt aber von
einem Mäzen wachgeküsst wird, der für viele ein rotes Tuch ist.
Dunkel ist es im Saal des Mikhailovsky-Theaters, vereinzelt ist das
Klicken von Fotoapparaten zu vernehmen. In Trainingskleidern tanzen die
Ballerinen auf der St. Petersburger Bühne, widmen sich den Erfindungen
des Choreogr |
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"Schockieren will ich nicht." Choreograf Jan Fabre über Tod, Tradition und die Macht der SchönheitJan Fabre zählt als Performer, Regisseur,
Choreograf, Autor, Filmemacher und bildender Künstler zu den
innovativsten Künstlern der Gegenwart. Seit 1996 gastiert Fabre bei
ImPulsTanz, heute mit "Prometheus-Landscape II" im Volkstheater. Am
Wochenende begeisterte er mit dem Solo "Preparatio Mortis" für Annabelle
Chambon.
Das Sterben spielt eine zentrale Rolle in seinem Schaffen: "Der Tod ist
ein essenzieller Teil des Lebens. In der öffentlichen Wahrnehmung werden
Altern und der Tod gerne unter |
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Legende und Wahrheit. Wilhelm Tell schoss nie einen Apfel vom KopfWie der Eidgenosse auf seinen Sohn zielten zuvor schon Normannen auf
ihre Kinder. Eine gruselige Geschichte, die immer wieder erzählt werden
kann.
Ende Mai trat Moderatorin Barbara Schöneberger bei der
Prominenten-Ausgabe von „Wer wird Millionär?“ auf. Sie beantwortete 13
Fragen richtig, bevor es zur millionenschweren Aufgabe kam. Die Frage
lautete: „Wie heißt der Knabe, dem Wilhelm Tell den legendären Apfel vom
Kopf schießt? A: Fritz, B: Heinrich, C: Walter, D: August“. |
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Mausklick statt Hammerschlag. "Artnet" versteigert millionenschwere Kunstwerke im Internet. Neuer Marktplatz für Kunst? Mausklick statt Hammerschlag: Die
Plattform artnet versucht bis Mittwoch, millionenschwere Kunstwerke im
Internet zu versteigern. Im Angebot ist auch ein Werk von Andy Warhol.
Das Netz - ein neuer Marktplatz für Kunst?
Ein Tag, eine Stunde, zwei Minuten. So viel Zeit bleibt Kunstsammlern
noch, um ein Gebot auf ein Werk von Andy Warhol aus der berühmten
Flower-Serie aus dem Jahr 1978 abzugeben. Das Motiv: blaue Blumen auf
grünem Grund, vom Künstler signiert und in bestem Zustand. |
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"Planking", "Coning" und jetzt "Owling". Internet gebiert ständig neue Massenhysterien. Was kommt als nächstes? "Planking", "Coning" und jetzt "Owling": jedem Unsinn seine Fans. Erst
verwandelten sich die Menschen in lebende Bretter, dann malträtierten
sie das Waffeleis und jetzt gibt es plötzlich nichts mehr Schöneres als
zur Eule zu mutieren - das Internet gebiert ständig neue
Massenhysterien. Was kommt als nächstes?
Was bleibt vom Sommer 2011? Wird er eingehen in die Geschichte als jene
Epoche, in der die Finanzprobleme Griechenlands den Euro ruinierten oder
die USA ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen |
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Kein strahlender Künstlermythos. Hans Makart als einer der ersten Medienkünstler des bürgerlichen Zeitalters
Er war einer der ersten Medienkünstler des bürgerlichen Zeitalters.
Während Kritiker und Kollegen seine großformatigen Historienschinken
verachteten, stellte Hans Makart seine Malerei und sein
skandalumwittertes Privatleben gegen Bezahlung aus.
Es gab eine Zeit, da pilgerten Zigtausende Menschen ins Atelier eines
Malers, nur um ein einziges Bild anzustarren. So geschehen im Wien des
Jahres 1878, als Hans Makart sein Riesengemälde „Der Einzug Karls V. in
Antwerpen“ zeigen ließ. Die Polizei mus |
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Je veralteter die Technik, desto glaubwürdiger das Bild. Das Comeback der Polaroids. Ausstellungen feiern das Sofortbild
Das Polaroid ist wieder da, in Museen und Galerien. Beim Betrachten
der Ausstellungen zum Sofortbild drängt sich ein Verdacht auf: Je
veralteter die Technik, desto glaubwürdiger das Bild. Was geht verloren
beim Sprung von analoger zu digitaler Fotografie?
Solange die Wirklichkeit als einigermaßen gesicherte Sache galt, durfte,
ja musste die Kunst etwas anderes sein als nur Abbild. Die Fotografie
hat ihre größte Fähigkeit deshalb lange verleugnen müssen: um 1900
inszenierte man Bilder, die w |
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Das irre Karussell des Lebens. Kunsthalle Hamburg widmet Marc Brandenburg eine MuseumsschauEr ist ein einzigartiger Zeichner und einer der wichtigsten Künstler
seiner Generation: Marc Brandenburg. Nun widmet ihm die Kunsthalle eine
Museumsschau – leider nur eine kleine.
Das hat es in der Hamburger Kunsthalle noch nicht gegeben. Zur
Vernissage der Ausstellung des Berliner Künstlers Marc Brandenburg
stehen Krankenwagen vorm Museum. Reine Vorsichtsmaßnahme, erklären die
Rettungssanitäter. Drinnen sei es bedenklich voll, es herrsche schlechte
Luft und dann gebe es auch noch diese gefährl |
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