Zehn Nächte für den Animationsfilm. 3sat startet am Dienstag einen Programmschwerpunkt über anspruchsvolle Animes
Es ist nicht der erste Exkurs des öffentlich-rechtlichen Senders in
die bunte Anime-Welt: Zwischen dem 20. und 29. Juli legt 3sat seinen
Programmschwerpunkt wieder auf Trickfilme. Mit Ferienprogramm hat das
aber wenig zu tun. Der Sender hat die Rechte an acht anspruchsvollen
Animationsfilmen in Spielfilmlänge sowie für etliche Kurzfilme
eingekauft.
Aus Japan kommt die kunstvoll verschlungene Geschichte Das
wandelnde Schloss des Oscar-Preisträgers Hayao Miyazaki aus dem
Jahr 20 |
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Schulterschluss: Gruppen im Tacheles gemeinsam gegen Kulturverödung Mitte Nach dem Schulterschluss aller Künstler, Gruppen und
Projekte im Tacheles bei der Megaspree-Demo ging es
schon am Mittwoch, 14.07., in die nächste Runde: Erneut scheiterte der Räumungsversuch
eines Teilgeländes des Tacheles durch die mit dem
Security-Unternehmen Shelter angerückte
Zwangsverwaltung, die weiterhin konsequent auf Eskalation setzt. Die
legendäre Metallwerkstatt ist vorläufig gerettet!
Die Zermürbungs- und Spaltungsstrategie der [b]Anti-Kul |
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Wie gut ist Ihre Schreibe? Ein neues Webtool vergleicht den eigenen Schreibstil mit jenem berühmter Autoren. Jetzt übt sich das Internet schon in Stilkritik. Eine Website namens
«I write like» bietet Usern die Möglichkeit, die eigene Schreibe
einstufen zu lassen. Als Referenzen dienen berühmte Autoren wie Charles
Dickens oder Arthur Conan Doyle. Aber auch Schriftsteller, die einen
weniger gepflegten Stil aufweisen, wie zum Beispiel Dan Brown, sind im
System.
Das Gratisprogramm, das es bisher erst in englischer
Sprache gibt, stammt von der Softwareschmiede Coding Robots. Die
Handhabung ist denkbar ei |
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Mit Superman auf Nazi-Jagd. Berlins Jüdisches Museum geht der «jüdischen Farbe des Comics» nach Joachim Güntner ⋅ Vor der Tür der Ausstellung «Helden, Freaks
und Superrabbis» empfängt Superman die Besucher. Mehr als mannshoch ist
die Statue im typischen blau-roten Dress, und grosse Wucht strahlt sie
aus. Allerdings hat das Jüdische Museum in Berlin die Figur auf den Kopf
gestellt, was den Anschein erweckt, als sei Superman, anstatt wie
gewohnt die Welt zu retten, gerade dabei, sich nach vollendetem
Sturzflug unangespitzt in den Boden zu rammen. Die Prise Ironie, welche
die |
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Buch „Gleichheit ist Glück“. Die Ode an den Egalitarismus als Manifest für eine neue Gesellschaft? Die nächste "Große Idee"
In der internationalen Debatte wird Richard Wilkinsons und Kate
Picketts „Gleichheit ist Glück“ bereits als „game changer“ gesehen: Was
passiert da eigentlich gerade?
Schon lange nicht hat ein Buch in
gesellschaftswissenschaftlich und politisch interessierten Kreisen
derart eingeschlagen wie Gleichheit ist Glück von Richard Wilkinson und
Kate Pickett. Es ist, als eröffneten sie uns einen neuen Blick auf
unsere Gesellschaften. Als fiele uns etwas wie Schuppen von den Au |
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Phänomen "Hipster". Über eine tragische Rolle der Gegenwart, die niemand spielen will, obwohl sie überall herbeigeredet wird Cool unter Coolen
Ob Williamsburg, Södermalm oder Berlin-Mitte: Der Hipster
ist unter uns. Oder nicht? Über eine tragische Rolle der Gegenwart, die
niemand spielen will, obwohl sie überall herbeigeredet wird.
Wer in den vergangenen Jahren, Monaten, Tagen, Stunden auch nur
mit einem halben offenen Auge durch die Presse, das Internet, die Welt
gestolpert ist, der hat überall dort, wo es um die Frage ging, wo denn
so etwas wie der Puls der Gegenwart schlage, immer s |
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Teufel, Gott und Kaiser – Dieter Wedels Sparversion der Nibelungen in Worms Wenn in des Sultans Harem die Mädels mit den
Hüften kreisen
Was haben die Salzburger, was die Wormser in der schönen deutschen
Pfalz nicht haben? Der spätromanische Kaiserdom St. Peter
am Rhein ist eindeutig die gewaltigere Kulisse als das barocke Dingsda
an der Salzach, das obendrein nur den rangniederen Heiligen Rupert und
Virgil geweiht ist. Und was ist schon das moralinsauere
Jedermann-Spektakel gegen den Psycho-und-Sex-Krimi der
Nibelungen-Sippschaft.
Da mag die Buhlschaft noch so vi |
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Der Konsument als Produzent: Das Melt-Musikfestival in Ferropolis führt ins Herz der Biopolitik.
Optimiere dich selbst
Der Konsument als Produzent: Das
Melt-Musikfestival in Ferropolis führt ins Herz der Biopolitik. Das
Event berichtet in Blogs gleich über sich selbst.
Die
erste Neuerung, die dieses Jahr ins Auge sticht, sind die Leute in
blauen T-Shirts mit Festival-Logo auf der Brust und der Aufschrift auf
dem Rücken: „Ich bin freiwillig hier!“ Freiwillig? Wer wäre denn nicht
freiwillig hier? Die Musikliebhaber, die aus Schweden und Schottland
anreisen, weil das Elektr |
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Menschenrechte sind kein Kulturimperialismus des Abendlandes. Otfried Höffe, Leiter der Forschungsstelle Politische Philosophie an der Universität Tübingen, setzt sich mit dem Vorwurf des "Kulturimperialismus" durch das Abendland gegenüber anderen Kulturen auseinander. Höffe sieht die interkulturelle, universale Geltung der Menschenrechte und folgert daraus ein Diskriminierungsverbot durch jede Kultur gegenüber Mitgliedern anderer Kulturen. |
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Nackt und sich selbst verletzend. Die Eröffnung des Internationalen Tanzfestivals Wie man Zuschauern Impulse zum Nachdenken bietet, man seine Besucher
dadurch gleichsam aktiviert, zeigt derzeit wortverspielt "Theater der
Welt" mit programmatischen Buchstabendrehern, die unter anderem Theater zum
Thaeter und ergo Täter machen. Auch das gerade eröffnete Wiener
Impulstanz-Festival aktiviert seine Zuschauer – und macht sie zu
Mit-Tätern.
Schon deshalb, weil neben den Performances im kommenden Monat auch
über 150 Workshops angeboten werden. "Life is a workshop!" Die meisten
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Schauspieler sollen spielen und nicht erzählen – eine Aufforderung ans Theater, sich wieder dem Augenblick zu stellen Es war einmal? Schluss damit. Es ist!
Eine große Erfindung unserer Zeit ist das Callcenter: Man ruft an und
schüttet sein Herz aus – mitten ins Leere. Man rutscht in ein
Vertrauensverhältnis – mit einem Fremden. Seine ganze Tücke verrät das
Callcenter erst, wenn man ein zweites Mal anruft: Keiner weiß von dir.
Hat man hier je angerufen? Man wird garantiert nie wieder den
Mitarbeiter sprechen, mit dem man beim ersten Mal sprach.
Das Callcenter ist ein Ort von nahezu sakraler Unheimlichkeit, ein
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Der Mann ohne Eigenschaften - Guy Cassiers überträgt Musils Ironie auf die Bühne Im Sog der Bilder
Wie ein herangezoomter Satellitenblick auf die Erde, so sieht das
große Bild im Bühnenhintergrund noch am Beginn des Abends aus. Die
Pixellandschaft scheint sich in Form und Farbe mal zu verdichten, mal
auseinander zu laufen. Es ist der bewegte Blick auf eine Welt im Wandel.
Robert Musils Jahrhundertroman "Der Mann ohne Eigenschaften" erzählt
vom Untergang des alten Europa, er spielt in Wien im Jahr 1913, der
Erste Weltkrieg steht kurz bevor. So wie damals die bürgerlic |
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Schluss mit heile Welt. Weltmusik 2.0 – neue künstlerische Positionen zwischen Spass- und Protestkultur Die tamilische Sängerin M.I.A. schockiert mit einem neuen
Gewaltvideo. Die Südafrikaner Die Antwoord locken mit Ironie Millionen
auf Youtube, und in Luanda tanzen Tänzerinnen und Kriegsversehrte zur
elektronischen Kuduro-Musik. Die neue Weltmusik provoziert. Sie klingt
schrill, nicht sanft. Ein Überblick.
Es ist nicht mehr gültig, das alte Modell von Zentrum und Peripherie.
Wir leben in einer Welt mehrdimensionaler Kommunikation und multipel
verknüpfter Trends. Das suggerieren neue Tracks, Soun |
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Damit´s im Strandkorb nicht langweilig wird: 19 Bücher für den Urlaub Damit´s im Strandkorb nicht langweilig wird: Redakteure von ZEIT ONLINE
und der ZEIT empfehlen Ihnen Lektüre für die Ferienzeit.
Der freien Zeit im Urlaub begegnet man am Besten mit einem Buch. Gleich
mehreren. Einem ganzen Stapel. Und da fängt’s an: Ratlos steht der
Abreisebereite vor den Regalen, vor den Auslagen an der Buchladenkasse,
überwältigt von der Fülle an Romanen und Erzählungen, diesen ganzen
Seiten! Redakteure von ZEIT ONLINE und der ZEIT haben Ihnen deswegen
eine kleine Vorschlags |
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Bundesgerichtshof: FAZ und Süddeutsche wollen Kulturportal Perlentaucher verbieten
Perlen vor Gericht
Der Streit um Perlentaucher geht in die letzte Instanz.
Die großen Feuilletons räumten Platz frei, als in diesem Jahr der neue
Philip Roth erschien. 1068 Wörter lang reflektierte der Rezensent
Christoph Schröder für die Süddeutsche Zeitung über den
jüngsten Roman des amerikanischen Autors. 1708 Wörter schrieb der
Schriftsteller Albert Ostermaier über "Die Demütigung" in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung. Auf Perlentaucher.de las man kürzer.
Ostermaiers |
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"Ich erwarte nichts Gutes von der katholischen Kirche" . Xavier Naidoo im Interview
Der Sänger Xavier Naidoo ist gläubig, aber an der Kirche
lässt er kein gutes Haar. Ein Gespräch über sein Verhältnis zu Gott,
missionarischen Eifer, den Missbrauchsskandal - und warum der Papst Buße
tun sollte.
[i]Seine zweite Soloplatte trägt den Untertitel "Alles für den
Herrn", seine Texte sind geprägt von katholischen Gedanken, und auch mit
seinem Musikerkollektiv Söhne Mannheims beschäftigt sich der
bibelkundige Sänger eindringlich mit dem Thema Glauben. Am |
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Ist es eine Urheberrechtsverletzung, einen Text mit eigenen Worten wiederzugeben?Die Causa Perlentaucher: Soll das Urheberrecht etwa
auch den Inhalt schützen?
Einen Text in eigenen Worten wiederzugeben kann keine
Urheberrechtsverletzung sein – im Sinne des Allgemeinwohls sollte der
BGH sich in seiner anstehenden Entscheidung im Fall FAZ/SZ gegen
Perlentaucher darauf besinnen und die Freiheit der
Informationslandschaft – on- wie offline – sichern.
Die Auseinandersetzungen zwischen klassischen und Online-Medien geht in
eine weitere Runde: Heute verhandelt der Bundesgerichtsh |
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Ich gehöre dir, Vampir. Ein Blick auf das Frauenbild im Vampir-Hype.  Der dritte
Teil der "Bis(s)"-Saga ist noch immer keusch. Die Serie "True Blood"
dagegen geht mit der Sexualität nicht zimperlich um. Ein Blick auf das
Frauenbild im Vampir-Hype.
Gerade ist
der "Bis(s)"-Vampirromanze dritter Teil ("Eclipse - Bis(s) zum
Abendrot") in die deutschen Kinos gekommen. In den USA läuft die dritte
Staffel der erfolgreichen Vampirserie "True Blood" an. Der Hype um die
Blutsauger scheint kein Ende zu kennen. Und doch verwundert er, ist
doch vor allem die "Bis(s)"- |
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Janelle Monáe- Album-Präsentation auf Berliner Modemesse "Bread & Butter". Mode, Musik und Tanz als Geamtkunstwerk Janelle Monáe – Popsensation mit Tolle
Auf der Berliner Modemesse "Bread & Butter" stellt Janelle Monáe
am Freitag ihr erstes Album "The ArchAndroid" vor. Die 24-Jährige
verbindet Mode, Musik und Tanz zu einem Gesamtkunstwerk und gilt als
neue Pop-Sensation.
Klasse hat nichts mit Körpergröße zu tun. Janelle Monáe misst – ohne
ihre dramatisch aufgetürmte Haartolle – gerade mal 1,52 Meter und gilt
als der vielversprechendste Stern am Pop-Himmel. Nun lebt die Branche
davon, jedes Jahr "th |
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Iranische Literatur. Aus dem Internetcafé in Teheran. So hören sich die Kämpfe zwischen Zensor und Autor anShahriar Mandanipur überrascht mit einer iranischen Liebesgeschichte aus
dem Geist der Postmoderne
Vor dem Auge der Zensur steht alles unter Verdacht; jede Metapher, jede
Figur, jede Szene. Vor allem Romanszenen, in denen ein Bett vorkommt.
Denn von diesem Möbelstück ist es womöglich bis zur Unzucht nicht weit.
Deshalb muss das Bett nach dem Willen des Zensors aus dem Roman
verschwinden und die Teheraner Studentin Sara mit ihrem Laptop auf einen
Stuhl umziehen. Zwar darf sie sich eine Sonnenbri |
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Wer flüstert es wem? In Berlin bietet ein Verein eine Stadtführung ins geheime Zentrum der Macht – zu den Lobbyisten.  Gestern, sagt Heinz Reinhoffer, habe er "den ollen Genscher" getroffen .
Es muss ein historischer Moment gewesen sein. Ein Lächeln huscht über
sein braungebranntes Gesicht. Beinahe wäre ihm der ehemalige
Bundesaußenminister vor die Rikscha gelaufen. "Raus aus dem Adlon, rein
in die Limousine."
Der Rikschafahrer seufzt. Da kutschiert er nun seit Jahren Tag für Tag
Touristen mit dem Fahrrad durch den Regierungsbezirk. Doch Politiker
bekommt er so gut wie nie zu sehen. Abgesehen von jenen Leuten, |
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fashion will burn on bebelplatz. Heisse Stunden auf der Berlin Fashion Week Vergiss die It-Bags, brandneue Boytoys
und schwindelerregende Keilabsätze! Während den Sommerschauen in Berlin
gibt es nur ein Accessoire, das ein Besucher der Fashionweek nicht für
einen Moment aus der Hand gegeben hätte: einen Fächer. Gleichsam der
Einordnung in die modische Hemisphäre, die ein Designerschuh leisten
kann, signalisiert die Auszeichnung des Fächers, zu welchen
Präsentationen man geladen war und welcher der Namen nun der Auserkorene i |
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Heuschrecken als leichte Sommerkost. Das Tanztheater München lädt zu düsteren „Körpersprachen III“  Unter heißer Julisonne einen komplett schwarzgrauen Abend Premiere
feiern zu lassen, ist eigentlich eine charmante Idee. Am
Gärtnerplatztheater gibt es ab sofort Christian Spucks „Sleepers
Chamber“ zu sehen, dazu eine Neuchoreografie von Gustavo Ramirez
Sansano, „Everything“. Ersteres Stück behandelt vor schwarzer,
bedrohlicher Heuschreckenbühne (gestaltet von Spuck) die Transformation
einer Gruppe von Schläfern zu einem neuen, schlagenden System; letzteres
ermittelt in dunklem Graublau die in |
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Animationsfilm "Konferenz der Tiere". Die Tierwelt probt den Aufstand in 3D Es ist furchtbar heiß, die Sonne brennt vom Himmel, das Wasser bleibt
aus, es ist nichts zu trinken da. Das könnte durchaus eine Beschreibung
der aktuelle Wetterverhältnisse sein. Tasächlich ist es aber der Beginn
eines Aufstandes in der Tierwelt gegen die Menschen. Zu sehen im ersten
deutschen 3D-Animationsfilm "Konferenz der Tiere".
Die Tiere in der afrikanischen Savanne wundern sich: Wo bleibt das
Wasser? Längst hätte es durch eine Schlucht aus den fernen Bergen kommen
müssen. Der Dur |
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"Kunst ist auch nur eine Form von Arbeit". Sebastian Horsley sprach über Punkrock, Kunst und kein Leben nach dem Tod.Am 17. Juni starb der "letzte Dandy"
Sebastian Horsley im Alter von 47 Jahren. Mit seiner Autobiographie - im
vergangenen Jahr unter dem Titel Dandy in der Unterwelt auf
deutsch erschienen - war er gerade erst einer breiteren Öffentlichkeit
bekannt geworden. In KONKRET 8/09 sprach er über Punkrock, Kunst und
kein Leben nach dem Tod.
KONKRET: In deinem Buch beschreibst du
die Punkszene Mitte der Siebziger als eine Art Erweckungserlebnis. Hat
Punk dein Leben verändert?
Horsley: M |
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Das Käthchen von Heilbronn - Die Vor-Ort-Inszenierung von Alejandro Quintana  Heimkehr und Flucht des Käthchen von Heilbronn
Man hat ihm die Haare in festen Zöpfen gebändigt und es in ein
blau-weißes Kleid gesperrt. In seiner Heimat, in der kleinen
schwäbischen Großstadt Heilbronn ist das Käthchen eine echte Marke! Bei
allerlei folkloristischen Anlässen tritt es gleich mit zwei
Stellvertreterinnen
auf und manchmal gar als kompletter Hochzeitszug! In den Konditoreien
finden sich seine Zöpfe aus Schokolade gegossen. Und der
Kulturbürgermeister wird nicht müde zu erwähnen, |
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Butter als Waffe. John Lydon, ehemaliges Mitglied der Sex Pistols, kämpft heute darum, wahrgenommen zu werden. Es ist zwei Uhr nachmittags und John Lydon hängt auf dem Sofa, trinkt
Bier und verfolgt auf seinem Fernseher die Fußball-WM. Nun gut. Bei
einem schrägen Künstler, der sich früher als „Anarchist“, „Antichrist“
und “potentielle Wasserstoffbombe“ bezeichnete, kann man wohl davon
ausgehen, dass der Lebensstil etwas lockerer ist. Wirklich bemerkenswert
aber ist, dass er immer noch wütend ist; wütend darüber, dass die
dumme, ignorante Welt nicht sieht, dass ein 54 Jahre alter,
anglo-irischer Punk mi |
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Gab es auch in der Literatur eine Zensur? Eine Marbacher Tagung fragt nach den Grenzen der Kunstfreiheit.Der Justitiar sitzt in jedem Hinterkopf
In Deutschland wurden zwischen 1950 und 1968 viele Millionen Briefe
zensiert und aus dem Verkehr gezogen. Gab es auch in der Literatur eine
Zensur? Eine Marbacher Tagung fragt nach den Grenzen der Kunstfreiheit.
Wird nicht heute viel zu wenig zensiert? Hat
Literatur denn keinen Anspruch darauf, ernstgenommen zu werden? Hat sie
kein Recht auf Strafe? Wer dies keck einforderte, und zwar vor
einundachtzig Jahren, war der später selbst als Zensor in der
fran |
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Trotz «Globalismus» und «Globalkunst» ist es weiterhin der Westen, der die Geschehnisse in der Kunstwelt bestimmtKunst als Begriff
In der Rede vom «Globalismus» vermischt sich Markt mit Traum und
Realität. Genauso ist «Globalkunst» ein Konstrukt, dessen Proklamation
keinen Sinn ergibt, denn es reduziert die feinen Unterschiede auf ein
grobes Raster, damit es am Ende unter den Begriff passt.
Proklamationen sind keine Wirklichkeiten, aber sie helfen, sich zu
orientieren. Das gilt insbesondere für die zeitgenössische Kunst, längst
nicht mehr die des Abendlands, sondern aller Welt. Aber was soll es
bedeuten, |
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Kulturelle Verödung zugunsten touristischer Infrastruktur. Gentrifizierung in Berlin Mitte Arm und sexy? Teuer und öde!
Der Immobilienmarkt macht dem Mythos
Berlin Mitte den Garaus. Immer mehr Kulturinstitutionen schließen oder
wandern ab. Jetzt muss auch die renommierte Fotogalerie c/o Berlin
weichen - für einen schicken Hotelkomplex.
Eigentlich wollte er gar keine Galerie eröffnen. Doch dann entdeckte
der Fotograf Stefan Erfurt im Jahre 2000 auf der Suche nach Räumen für
eine Fotoausstellung der berühmten Agentur Magnum das leerstehende
Postfuhramt in Berlin Mitte. Aus d |
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Lauschangriff von Pianist Marc-André Hamelin. Meeresbezwinger am kleinen Weiher Der Pianist Marc-André Hamelin spielt so virtuos, dass man nicht nur
glaubt, ihn "schnell spielen gesehen", sondern auch gehört zu haben.
Nun hat er Haydn eingespielt
So weit ist es sicher bald, dass sich bei jeder
Aufnahme von Soloklaviermusik die Frage stellt: Kann sich, nach allem,
was wir heute über den Bau und Klang alter Instrumente und deren
positive Ausstrahlung auf die Interpretation wissen, jemand noch guten
Gewissens so einfach an einen modernen Konzertflügel setzen und, sagen
wir, |
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Lebendig wie eh und je. Günter Wallraff im Interview zu Heinrich Böll Vor 39 Jahren hat Heinrich Böll, der ein
väterlicher Freund Wallraffs war, in einem Text für die schwedische
Ausgabe der 13 unerwünschten Reportagen von Wallraff gefordert: "Schafft
fünf, sechs, schafft ein Dutzend Wallraffs". Ein Interview
[b]SZ: Herr Wallraff, Heinrich
Böll hat sich literarisch von der Truppe entfernt, Sie haben sich in
einem Tagebuch an der Truppe abgearbeitet. Die Wut auf die Bild-Zeitung,
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Praunheim-Doku "New York Memories". Bio-Spinat für die Sex-Boheme Wo sind sie geblieben, die wilden Tage? 20
Jahre, nachdem er für "Überleben in New York" drei deutsche
Sinnsucherinnen aus dem East Village porträtierte, kehrt Rosa von
Praunheim zurück: Was als Hommage an die "schwulste Stadt der Welt"
beginnt, endet als Requiem auf den Sex-Underground.
Der Müll wurde weggeräumt, die Party ist vorbei. Traurig schaut der
Filmemacher Rosa von Praunheim in "New York Memories" auf Manhattan,
jenen Ort also, der ihm in den Siebzigern und Achtzigern half, |
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Schriftsteller wie Don DeLillo und Jonathan Franzen fürchten den Tod des Romans in der digitalen Welt. Stimmt das? "Der Roman ist nicht tot"
Seit Längerem wird die veränderte Rolle des literarischen Erzählens im
Zeitalter von Internet und Fernsehen diskutiert. In der Literaturszene
verbreitet ist sogar die Furcht vor dem Verschwinden des Romans, wie sie
etwa Don DeLillo, Jonathan Franzen und Thomas Pynchon äußerten. Die
amerikanische Medienwissenschaftlerin Kathleen Fitzpatrick,
Lehrende am Pomona College, hat sich in ihrem Buch The Anxiety
of Obsolescence (Die Angst vor der Obsoleszenz) kritisch mit |
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Alles ganz normal. Die «Italienischen Skizzen» von Ingo Schulze im Dialog mit den Fotografien von Matthias HochDer Schriftsteller Ingo Schulze und der Fotograf Matthias Hoch haben
beide im je eigenen Medium italienische Impressionen festgehalten. Bild
und Text fügen sich zu einem subtilen Dialog.
Mit einem verhaltenen Memento mori aus dem nazideutschen Terrorkrieg
gegen Mussolinis Italien eröffnet Ingo Schulze den Reigen seiner
italienischen Impressionen. Überhaupt zeigt sich die thüringische
Frohnatur in diesem Band hier und da seltsam düsteren
Vergänglichkeitsvisionen ausgesetzt. Ein Ausflug zum Ätna |
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Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein – Kornél Mundruczó sucht bei Theater der Welt in Essen nach der Wahrheit Das Leben ist grausam, nicht ich
Dieser Abend ist eine Zumutung.
Nicht, weil nach der langen Hitze und einem kurzen, aber heftigen
Unwetter dem Zuschauer eine ungewohnte Kälte die Beine hochkriecht, das
bleibt nur eine unangenehme Randerscheinung. Die nachhaltige Kälte, und
zwar eine, die einem den Boden unter den gekühlten Füßen wegzieht,
schlägt von der Bühne aus dem Publikum entgegen. Menschliche
Abscheulichkeiten, die nur schwer auszuhalten sind.
Entblößung, Folter, Psychoterror, Mord – |
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